Selbstverständnis von Menschen mit Beeinträchtigung in Mamajiwzi steigt

Dez 11, 2023 | Projekte

Andrea Bareth, 2. Vorsitzende der Lebenshilfe Ostallgäu-Kaufbeuren (links), Ergotherapeutin Elisabeth May-Khalfia (mitte) und Geschäftsführerin Claudia Kintrup (rechts) waren als Lebenshilfe-Vertreter*innen vor Ort in Mamajiwzi. Dabei stand unter anderem ein Workshop mit Eltern auf dem Programm, bei dem sich die drei aktiv einbrachten.

Lebenshilfe-Vertreter*innen besuchen Elterninitiative „Träume der besonderen Kinder“ in Mamajiwzi/Ukraine.

Vor kurzem besuchten Vertreter*innen der Lebenshilfe Ostallgäu-Kaufbeuren ihre ukrainische Partnerorganisation in Mamajiwzi. Angereist war die Delegation mit einem Kleinbus, der aus Spendenmitteln finanziert wurde und zukünftig in Mamajiwzi eingesetzt wird. Vor Ort nahmen Geschäftsführerin Claudia Kintrup, Ergotherapeutin Elisabeth May-Khalifa und Andrea Bareth, 2. Vorsitzende der Lebenshilfe Ostallgäu-Kaufbeuren u. a. an einem Elternworkshop-Teil, der im neuen Sozialcafé veranstaltet wurde. Darin erläuterten sie Praxisbeispiele aus den Bereichen Inklusion, dem Einsatz von einfacher Sprache im Alltag sowie der Vorstandstätigkeit. Gerade letzteres Thema stieß hinsichtlich der immer stärkeren Einbindung von Menschen mit einer Beeinträchtigung in die Vereinsführung auf anerkennende Resonanz.

“Grundsätzlich hat sich in Mamajiwzi vieles durch unsere Kooperation verändert. Das Selbstverständnis von Menschen mit einer Beeinträchtigung hat einen ganz anderen Stellenwert als noch vor fünf Jahren”, beschreibt Klaus Prestele, Geschäftsführer der Lebenshilfe Ostallgäu-Kaufbeuren, seine Eindrucke aus Mamajiwzi. So bemühen sich die Verantwortlichen vor Ort trotz dezimierter finanzieller Mittel um eine möglichste barrierefreie Gemeinde. Gleichzeitig werde die Einbindung und Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigung sichtbar durch viele Kriegsrückkehrer*innen verstärkt, die nun mit physischen und/oder psychischen Einschränkungen leben.

Neue Tagesstätte für Kinder und Jugendliche

Die Vertreter*innen überzeugten sich vor Ort auch über die Baufortschritte der neuen Tagesstätte für Kinder und Jugendliche. Im Austausch mit der Bauleitung und dem Architekten der neuen Einrichtungen wurden die Räumlichkeiten besichtigt und das Eröffnungsdatum – Ende 2024 – verfestigt.

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