Lebenshilfe Kindergarten Kaufbeuren ist Inklusionseinrichtung

Seit September ist der Lebenshilfe Kindergarten Kaufbeuren kein Regelkindergarten mehr sondern eine Inklusionseinrichtung – eine tolle Entwicklung, die den Alltag der Kinder und des Teams auf vielfältige Weise bereichert. Als Inklusionskindergarten können bis zu fünf Kinder mit Beeinträchtigung aufgenommen werden. Kinder mit und ohne Beeinträchtigung lernen und spielen hier gemeinsam. Das stärkt das Wir-Gefühl, gesellschaftliche Teilhabe und ein gleichberechtigtes Miteinander von Anfang an.
Auch für das Betreuungspersonal bedeutet diese Entwicklung eine Verbesserung: So steht den Fachkräften aufgrund des angepassten Betreuungsschlüssels mehr Zeit für jedes Kind zur Verfügung, und auch die zusätzlich eingesetzten Individualbegleitungen sind eine echte Bereicherung für den Kindergartenalltag. Zusätzlich soll der Einbau eines Pflegebereichs den Kindergartenalltag noch barrierearmer gestalten.
Trotz des Fachkräftemangels ist der Kindergarten personaltechnisch gut besetzt. „Das ist ein tolles Zeichen für die hohe Motivation und das gute Klima in unserer Einrichtung“, zeigt sich Einrichtungsleiterin Anna Klemm begeistert, auch über das rege Interesse von FSJler*innen und (Berufs-)Praktikant*innen.
Auf dem Foto sieht man die Kinder und ihre Betreuer*innen, wie sie die „Gebärde der Woche“ zeigen. Beim Erlernen der Gebärden werden sie von Logopädin Kathrin Deveci unterstützt. So kann Kommunikation für alle Kinder verständlicher und Gebärdensprache ein selbstverständlicher Teil des Alltags werden. Außerdem gibt es einen Bücherrucksack mit Aufklebern in Gebärdensprache auf den Bilderbüchern, um spielerisch den Zugang zu alternativen Kommunikationsformen zu ermöglichen.
Veränderungen wie diese machen den Lebenshilfe Kindergarten Kaufbeuren so zu einem Ort, an dem Grundsteine für eine gleichberechtigte Gesellschaft von Anfang an gelegt werden.
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