Lebenshilfe baut gleich zweimal in Füssen

Freuen sich über ein verbessertes (Wohn-)Angebot für Menschen mit Beeinträchtigung im südlichen Ostallgäu: Wohnheimleiter Thilo Alger und Werkstattleiterin Dagmar Rothemund.
Besonders hervorzuheben ist ein im Landkreis bislang einzigartiger Wohnbereich für Menschen mit erworbener Hirnschädigung. Das spezialisierte Angebot richtet sich auch an Bewohner*innen aus angrenzenden Regionen und schließt eine wichtige Versorgungslücke für Menschen, die infolge eines Schlaganfalls, eines Unfalls oder einer anderen Hirnschädigung auf passgenaue Unterstützung und Begleitung angewiesen sind. Der Einzug der ersten Bewohner*innen ist für Januar 2027 geplant. Der Bau des Wohnheims wird von der Kartei der Not mit einer Million Euro gefördert. Die Erstausstattung des Wohnheims wird durch Mittel der Deutschen Fernsehlotterie finanziert.
Neuer Leiter mit viel Erfahrung
Die Leitung des neuen Wohnangebots übernimmt Thilo Alger, der sich bereits seit mehreren Jahren als Leiter dreier Wohneinrichtungen bei der Lebenshilfe Ostallgäu-Kaufbeuren bewährt hat. „Ich freue mich riesig auf dieses neue Projekt im Süden“, sagt er mit Blick auf den Neubau. Besonders wichtig ist ihm, seine langjährige Erfahrung einzubringen, um gemeinsam mit den zukünftigen Bewohner*innen und dem Team eine starke Hausgemeinschaft aufzubauen. „Wir möchten einen Ort schaffen, an dem Menschen ankommen, sich wohlfühlen und die Unterstützung erhalten, die sie für ein selbstbestimmtes Leben brauchen.“
Haus Mosaik entsteht parallel
Parallel dazu entsteht in Füssen das „Haus Mosaik“ direkt neben den Wertachtal-Werkstätten. Dort werden künftig mehrere Angebote unter einem Dach vereint: Kita, Vorschul-HPT, Frühförderung und Förderstätte. Das Haus steht für ein vielfältiges und inklusives Miteinander aller Generationen. Gemeinsam mit dem neuen Wohnangebot in der Bildhauer-Sturm-Straße entsteht damit ein eng vernetztes Unterstützungsangebot im südlichen Ostallgäu: Die künftigen Bewohner*innen des Wohnheims werden tagsüber in der Förderstätte des Haus Mosaik begleitet.
Mit den beiden neuen Einrichtungen ergeben sich nicht nur zusätzliche Angebote für Menschen mit Beeinträchtigung, sondern auch neue Arbeitsfelder für Fachkräfte, die diese Entwicklungen aktiv mitgestalten können. Besonders in der Aufbauphase bieten sich vielfältige Möglichkeiten, Prozesse und Strukturen gemeinsam im Team zu entwickeln und ein modernes, inklusives Wohn- und Förderumfeld mitzugestalten.
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