Landkreisübergreifende Zusammenarbeit zum Wohle der Patient*innen

Marktoberdorf, Januar 2025 – Nach einem mehrjährigen Zulassungsverfahren und intensiven Planungen wird das Sozialpädiatrische Zentrum (SPZ) Allgäu feierlich eröffnet. Die Einrichtung schließt eine wichtige Versorgungslücke für Kinder und Jugendliche mit chronischen neurologischen Beeinträchtigungen im Allgäu. Dank der partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen dem Klinikverbund Allgäu, den Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren und der Lebenshilfe Ostallgäu-Kaufbeuren können Familien künftig auf eine wohnortnahe und interdisziplinäre Betreuung zählen.
Dr. Friederike Wilbert, ärztliche Leiterin des SPZ Allgäu, erklärt: „Das SPZ Allgäu ist ein echter Meilenstein für die Region. Unsere Aufgabe ist es, Kindern und Jugendlichen mit komplexen neurologischen Erkrankungen eine umfassende Diagnostik und Behandlung zu bieten. Die enge Zusammenarbeit unseres multiprofessionellen Teams mit den niedergelassenen Kinderärzt*innen, Schulen und weiteren Institutionen ist dabei von zentraler Bedeutung. Unser Ziel ist es, die Familien bestmöglich zu entlasten und die Entwicklung der Kinder zu fördern.“
Die Trägerorganisationen betonen die Bedeutung der landkreisübergreifenden Kooperation. Klaus Prestele, Geschäftsführer der Lebenshilfe Ostallgäu-Kaufbeuren, hebt hervor: „Dieses Projekt zeigt, wie viel erreicht werden kann, wenn verschiedene Institutionen und Landkreise ihre Kompetenzen bündeln. Gemeinsam setzen wir ein starkes Zeichen für mehr Teilhabe und die Unterstützung von Familien in unserer Region.“
Auch die Politik steht hinter dem Projekt. Maria Rita Zinnecker, Landrätin des Ostallgäus und Verwaltungsratsvorsitzende der Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren, betont: „Mit der Eröffnung des SPZ Allgäu schaffen wir endlich die dringend benötigte Anlaufstelle für Familien, die auf spezialisierte medizinische Betreuung angewiesen sind. Das ist ein großer Erfolg für alle Beteiligten, den Standort Marktoberdorf und die gesamte Region.“ Indra Baier-Müller, Landrätin des Oberallgäus und stellvertretende Verwaltungsratsvorsitzende des Klinikverbundes Allgäu, ergänzt: „Das SPZ ist ein herausragendes Beispiel für die erfolgreiche Zusammenarbeit über Landkreisgrenzen hinweg. Diese Einrichtung wird das Leben vieler Familien in unserer Region nachhaltig verbessern.“
Das SPZ Allgäu, zentral gelegen in der Georg-Fischer-Straße 7b in Marktoberdorf, vereint unter der ärztlichen Leitung von Dr. Friederike Wilbert Expert*innen aus den Bereichen Medizin, Psychologie, Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie sowie der Sozialpädagogik. Ziel ist es, eine individuelle und ganzheitliche Versorgung sicherzustellen.
Hintergrund:
Seit 2017 engagierten sich der Klinikverbund Allgäu, die Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren und die Lebenshilfe Ostallgäu-Kaufbeuren für die Schaffung eines Sozialpädiatrischen Zentrums im Allgäu, mit dem Ziel, die bestehende Unterversorgung von Kindern mit neurologischen Beeinträchtigungen zu beheben und Familien eine wohnortnahe medizinische Betreuung zu ermöglichen. Die Entscheidung des Zulassungsausschusses im Jahr 2024 war der entscheidende Schritt für die Verwirklichung dieses Projekts.
Mit der feierlichen Eröffnung Ende Januar 2025 beginnt ein neues Kapitel für die medizinische Versorgung chronisch erkrankter Kinder und Jugendlicher im Allgäu.
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