Kleiner Dienst mit großer Wirkung

März 6, 2026 | Themen

Seit 25 Jahren ist der Fachdienst PFIFF ein verlässlicher Partner für Kitas, Eltern und Kinder im Ostallgäu.

Gegründet 2001 mit dem Ziel pädagogische Fachkräfte bei Förderbedarfen in Kindergärten zu unterstützen, arbeitet das kleine Team mobil direkt vor Ort. „So können wir die Kinder in ihrem gewohnten Umfeld kennenlernen, was zu einem viel natürlicheren Verhalten führt“, erklärt Projektkoordinatorin Felicitas Serafin.

Ursprünglich lag der Schwerpunkt auf Entwicklungsfragen. Über die Jahre haben sich die Themen jedoch verschoben: Heute kommen vor allem Beratungen zu herausforderndem Verhalten in den Kitas hinzu, ein Bedarf, der besonders durch die Corona-Zeit spürbar zugenommen hat. „Ich habe da ein Kind, das verhält sich auffällig. Was kann ich tun?“, beschreibt Serafin eine typische Anfrage. Während Entwicklungsfragen in der Kita inzwischen gut vernetzt bearbeitet werden können, stehen Fachkräfte bei Verhaltensauffälligkeiten oft allein da. Hier bietet PFIFF Orientierung und stärkt gleichzeitig die Fachkräfte.

Der verhältnismäßig kleine Dienst besteht aus nur drei Personen: Felicitas Serafin, Heilpädagogin und Koordinatorin, ihrer Kollegin Madlen Junginger, Sozialpädagogin, und Ann-Kathrin Binder, Psychologin. Gemeinsam beraten sie Fachkräfte zu 150 bis 200 Kindern pro Jahr im ganzen Ostallgäu. Die Beratung des PFIFF ist neutral, unabhängig und niedrigschwellig. Oft fungiert der Dienst als „Türöffner“ zu externen Hilfen, vermittelt konkrete Schritte und gibt Eltern und Fachkräften Sicherheit im Umgang mit den Kindern. „In der Zwischenzeit versuchen wir zu unterstützen, zum Beispiel wenn es zu Wartezeiten vor Maßnahmenbeginn kommt“, so Serafin. Besonders bewegend ist für das Team die Dankbarkeit, die ihnen von Fachkräften, Familien und Kindern entgegengebracht wird. Sie führt ihnen die Wichtigkeit ihrer Arbeit Tag für Tag vor Augen.

Oft fungiert der Dienst als „Türöffner“ zu externen Hilfen

Für die Zukunft wünscht sich das PFIFF-Team vor allem eines: den Erhalt des Dienstes und eine gesicherte Finanzierung, damit die Beratung weiterhin allen Kindern, Eltern und Fachkräften im Ostallgäu und der Stadt Kaufbeuren zur Verfügung stehen kann. Denn mit der stetig steigenden Zahl an Kitaplätzen wächst auch der Bedarf an Beratung und Unterstützung. Ein besonderes Highlight daher: Ab Februar wird eine zusätzliche Fachkraft mit Fokus auf Kinder mit Migrationshintergrund das Team komplettieren. „Das ist fast wie ein vorzeitiges Geburtstagsgeschenk für uns“, freut sich Koordinatorin Serafin.

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