Kick-Off für das Projekt „EnAIble“: Inklusiver Arbeitsplatz mit KI-Assistenz

Das Projekt „EnAIble“ vernetzt Forschung und Werkstatt-Alltag. Darauf freuten sich beim Auftakttreffen v.l.n.r: Beatrice Janik (Qualitätsmanagementbeauftragte), Ralf Grath (Geschäftsführung), Anja Limmer (operative Leitung), Jürgen Chmiel (Einrichtungsleiter), Antonie Hofer (Beschäftigte in der Montagegruppe), Thomas Jung (Projektleitung), Johann Meichelböck (Betriebsrat) und Benedikt Müller (technische Umsetzung).
Die Transformation hin zu einer Arbeitswelt, die verstärkt auf intelligente Assistenzsysteme und Künstliche Intelligenz (KI) setzt, hat längst begonnen. Dabei bleiben die Chancen und Möglichkeiten der Nutzung für Menschen mit Beeinträchtigung bisher häufig noch unberücksichtigt. Mit dem Startschuss für das Forschungsprojekt „EnAIble“ startete vergangene Woche bei den Wertachtal-Werkstätten Kaufbeuren ein spannender und vielversprechender Forschungszeitraum. Gemeinsam mit dem Institut für Datenoptimierte Fertigung (IDF) der Hochschule Kempten und gefördert von der Hans-Böckler-Stiftung, widmet sich das Projekt bis Juni 2025 der Gestaltung eines inklusiven Arbeitsplatzes mit KI-Assistenz zur Qualitätskontrolle.
Das Projektteam des IDF, bestehend aus Anja Limmer (operative Leitung), Benedikt Müller (technische Umsetzung) und Thomas Jung (Projektleitung), verbindet dabei akademisches Wissen zu KI-Systemen mit der praktischen Expertise der Wertachtal-Werkstätten. Seitens derer sind Qualitätsmanagementbeauftragte Beatrice Janik, Einrichtungsleiter Jürgen Chmiel sowie Johann Meichelböck vom Betriebsrat maßgeblich beteiligt. Der Arbeitsplatz zur Qualitätskontrolle wird in Zusammenarbeit mit und für die Montageabteilung entwickelt. Hier werden Baugruppen aus Einzelteilen, oft mit hohen Qualitätsanforderungen, zusammengestellt. Aktuell wird die abschließende Kontrolle dieser Baugruppen, in diesem Falle Schraubenpäckchen, meist von der Gruppenleitung übernommen, da es für Menschen mit Beeinträchtigung aus verschiedenen Gründen nicht möglich sein kann, diese abschließende Beurteilung durchzuführen. Ziel ist es, einen neuen Arbeitsplatz mit technischer Unterstützung und KI-Software zu entwickeln, der mehr Beschäftigte dazu befähigt, diese Aufgabe eigenständig zu übernehmen.
Alle Beteiligten blicken zuversichtlich auf ihren Versuchsaufbau und sind gespannt darauf, bald mit einem Prototypen Testläufe durchführen zu können. Langfristig sollen unterschiedlichste zu testende Schraubenpäckchen dank automatisierter Lernprozesse kontrolliert werden. „EnAIble“ zeigt so, wie technologischer Fortschritt gezielt für mehr Teilhabe und Selbstbestimmung genutzt werden kann. Durch die Zusammenarbeit von Forschung, Praxis und Förderung wird ein Arbeitsplatz geschaffen, der die Fähigkeiten von Menschen mit Beeinträchtigung in den Fokus rückt und den Weg für mehr Teilhabe in der Arbeitswelt ebnet.
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