Ein Tag im Zeichen der Selbstbestimmung

Die AG Selbstvertretung beim moderierten Format zum „Tag der Selbstvertretung“ der Lebenshilfe Ostallgäu-Kaufbeuren und der Wertachtal-Werkstätten.
Vergangenen Montag trafen sich 38 engagierte Selbstvertreter*innen der Lebenshilfe Ostallgäu-Kaufbeuren und der Wertachtal-Werkstätten zum „Tag der Selbstvertretung“. Sie nutzten das von Lea Kreul, Fachstelle für Selbstvertretung bei der Lebenshilfe Ostallgäu-Kaufbeuren und Barbara Dengler, Referentin für Selbstvertretung der Lebenshilfe Bayern, moderierte Format, um sich auszutauschen, voneinander zu lernen und sich gegenseitig zu stärken.
Zu Beginn erhielt jede*r, die/der wollte, eine Bühne. Die Teilnehmer*innen stellten ihre Ämter vor und formulierten Erwartungen an den Tag. Die Wünsche wurden sichtbar gesammelt und am Ende gemeinsam überprüft.
Beim Rückblick auf das vergangene Jahr wurde deutlich, wie viel bereits erreicht wurde: Selbstvertreter*innen beteiligten sich an der inklusiven Bürgerversammlung der Stadt Kaufbeuren, neue Werkstatträte, Frauenbeauftragte und Bewohnervertretungen wurden gewählt, ein Assistenzrat gegründet und zwei Mitglieder des Vorstandsbeirats sind inzwischen stimmberechtigt im Vorstand der Lebenshilfe Ostallgäu-Kaufbeuren beteiligt. Selbstvertretung wird so immer selbstverständlicher Teil des Alltags. Zusätzlich verbesserte die Einführung von Briefkästen und „Blauen Brettern“ in allen Einrichtungen die Informations- und Rückmeldemöglichkeiten für Nutzer*innen, Angehörige und Mitarbeitende.
In einer offenen Gesprächsrunde wurde anschließend über die Bedeutung und Gestaltung von Selbstvertretung diskutiert. „Wir sind das Sprachrohr für unsere Anliegen und die unserer Mitmenschen“, brachte es eine Teilnehmerin auf den Punkt.
Auch der Blick nach vorn durfte an diesem Tag nicht fehlen, indem konkrete Strukturen für die Zukunft erarbeitet wurden: Für weitere Selbstvertretungsgremien soll 2026 eine Geschäftsordnung entstehen. Zudem stellte die „Arbeitsgruppe Selbstvertretung“ den Masterplan der Lebenshilfe vor. Die Teilnehmer*innen diskutierten konkrete Schritte und zeigten große Motivation, die Ziele daraus aktiv anzugehen.
Am Ende gingen die engagierten Vertreter*innen gestärkt, vernetzt und mit klaren Zielen nach Hause – selbstbewusst und weiterhin mit viel Engagement für mehr Teilhabe.


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