Ein besonderer Ort feiert Geburtstag

Sep. 11, 2026 | Themen

Langjährige Wegbegleiter*innen, Familienangehörige und Nachbar*innen feierten gemeinsam mit den Beschäftigten das 25-jährige Bestehen der Förderstätte im Blauen Haus.

„Alles auf Blau!“ hieß es Anfang Juli im Blauen Haus der Wertachtal-Werkstätten Kaufbeuren. Die Förderstätte feierte ihr 25-jähriges Bestehen und lud Beschäftigte, Angehörige sowie Nachbar*innen zu einem besonderen Fest ein. Nach den Einschränkungen durch die Corona-Zeit war es die erste größere gemeinsame Feier dieser Art – ein guter Anlass, um zusammenzukommen, zurückzublicken und die besondere Geschichte dieses Ortes zu würdigen.

Die Geschichte der Förderstätte reicht dabei sogar noch weiter zurück: Bereits 1987 wurde sie gegründet. Nach verschiedenen Übergangslösungen, unter anderem im Bezirkskrankenhaus Kaufbeuren, entstand mit dem Blauen Haus im Jahr 2001 erstmals ein eigenes Gebäude, das ganz auf die Bedürfnisse der dort beschäftigten Menschen mit Beeinträchtigung ausgerichtet war.

Zum Jubiläum wurde nicht nur gefeiert, sondern auch gezeigt, was das Blaue Haus ausmacht.

Die Beschäftigten gestalteten am Vormittag verschiedene Aktionen rund um die Farbe Blau – unter anderem entstanden Insektentränken für den Garten und ein großes Gemeinschaftsbild, das jetzt im Begegnungsbereich des Hauses zu sehen ist. Am Nachmittag öffnete das Haus seine Türen für Familien und Gäste. Bei Musik, Gesprächen und Einblicken in die verschiedenen Arbeits- und Förderangebote wurde spürbar, was diesen Ort besonders macht: das Miteinander.

25 Jahre Blaues Haus - Ein besonderer Ort feiert Geburtstag

Ein Haus mit besonderem Charakter

Das Blaue Haus ist seit seiner Eröffnung ein ganz besonderer Ort. Das bogenförmige Gebäude an der Hans-Böckler-Straße in Kaufbeuren wurde eigens für die Förderstätte geplant und bietet mit seinen hellen und ungewöhnlich geschnittenen Räumen sowie dem großzügigen Garten eine Umgebung mit „Wohlfühl-Faktor” für die Menschen, die hier täglich Zeit verbringen.

Auch Inge Lechner, langjährige Leiterin der Förderstätte und maßgeblich an der Planung des Gebäudes beteiligt, war zum Jubiläum eingeladen. Gemeinsam mit dem Architekturbüro begleitete sie damals die Entstehung eines Gebäude, das bis heute seinen eigenen Charakter bewahrt hat: lichtdurchflutet, offen und alles andere als gewöhnlich.

„Das Blaue Haus ist wie die Menschen, für die es gebaut wurde: außergewöhnlich“, beschreibt es auch Förderstätten-Leiterin Gisela Dollinger. Denn die besondere Atmosphäre entsteht nicht allein durch die Architektur. Es sind vor allem die Menschen, die hier zusammen arbeiten und leben: die Beschäftigten und die Mitarbeiter*innen, die das Haus jeden Tag mit Leben füllen und das besondere Miteinander prägen.

25 Jahre nach der Eröffnung wirkt das Blaue Haus noch immer modern und einladend. Viele Beschäftigte und Mitarbeiter*innen aus den Anfangsjahren sind dem Haus bis heute verbunden – ein Zeichen für die Beständigkeit und den besonderen Geist dieses Ortes.

Ein neues Kapitel beginnt

Mit dem Jubiläum blickt die Förderstätte auf eine bewegte Geschichte zurück. Gleichzeitig geht der Blick nach vorn: Die Förderstätte wächst. Im Frühjahr 2027 ziehen einige Gruppen in das neue Förderstättengebäude in der Kaufbeurer Moosmangstraße 9 um. Damit entstehen neue Möglichkeiten. Was bleibt, ist, was die Förderstätte seit fast 40 Jahren ausmacht: Menschen im Mittelpunkt.

Weitere Artikel

Aus der Kategorie: