Auftaktveranstaltung des Projekts ZIB-E: Verbesserung der palliativen Versorgung in der Eingliederungshilfe

Der Palliativdienst Blicklicht und die Lebenshilfe Ostallgäu-Kaufbeuren starten gemeinsam mit der Paula Kubitschek-Vogel-Stiftung und dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention ein innovatives Vorhaben: Das Pilotprojekt „ZIB-E – Zeitintensive Betreuung am Lebensende in Wohnformen der Eingliederungshilfe“ ermöglicht schwerstkranken und sterbenden Bewohner*innen den Verbleib in ihrer vertrauten Umgebung bis zum Schluss.
Zur feierlichen Auftaktveranstaltung in Kaufbeuren begrüßte Claudia Kintrup, Geschäftsführerin der Lebenshilfe Ostallgäu-Kaufbeuren, gemeinsam mit Michaela Bauschmid, stv. Geschäftsführung des Palliativdienst Blicklicht, zahlreiche Gäste. Stadträtin Gertrud Gellings und Sabine Brantner von der Paula Kubitschek-Vogel-Stiftung betonten die Bedeutung des Projekts für die Region und die Notwendigkeit einer besseren palliativen Versorgung in der Eingliederungshilfe.
Sabine Brantner stellte ZIB-E näher vor und verdeutlichte anhand von Statistiken, dass ein würdevolles Sterben im gewohnten Umfeld für viele Menschen essentiell ist. Das Bewusstsein dafür wachse, sowohl in der Pflege als auch in der Eingliederungshilfe. Die Paula Kubitschek-Vogel-Stiftung engagiert sich bereits seit 2018 für die Verbesserung der palliativen Versorgung in stationären Pflegeeinrichtungen durch das Modell der Zeitintensiven Betreuung (ZIB) und unterstützt nun gezielt auch Menschen mit Beeinträchtigung.
Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts ist die Unterstützung von Fachkräften in den teilnehmenden Einrichtungen: Pflegekräfte mit einer Weiterbildung in Palliative Care erhalten zusätzliche Freistellung für palliative Themen. Dadurch steht jeder Einrichtung pro Monat mehr Zeit zur Verfügung, die ausschließlich für die Betreuung von Bewohner*innen am Lebensende genutzt wird. Bei der Lebenshilfe Ostallgäu-Kaufbeuren ist seit Januar ein speziell geschultes ZIB-Team im Einsatz: Silke Blasi, Frank Gelück und Irmi Scherer widmen sich mit ihrer Expertise diesem wichtigen Thema.
Die Veranstaltung verdeutlichte, dass die enge Zusammenarbeit von Palliativversorgung und Eingliederungshilfe ein zukunftsweisender Schritt ist. Das große Interesse und die angeregten Gespräche bei Kaffee und Kuchen zeigten die Relevanz nachhaltiger Strukturen. ZIB-E soll langfristig die Betreuung schwerstkranker Menschen mit Beeinträchtigung verbessern. Die Lebenshilfe Ostallgäu-Kaufbeuren und der Palliativdienst Blicklicht danken allen Beteiligten für ihre Unterstützung und freuen sich auf die weitere Umsetzung.
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